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Feistritz im Rosental: Rosen, Eisenhandwerk und Drau

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Feistritz im Rosental liegt am Austritt des Feistritzbachs aus den Vorbergen der Karawanken, zwischen dem Gebirge und der aufgestauten Drau. Die örtliche Geschichte verbindet Wasser, Erz und Eisenverarbeitung. Suetschach ist zugleich ein wichtiger Ortsteil für Museen und die Rosentradition der Marktgemeinde.

Feistritz Rodeln in Feistritz Foto: D. Wiedamann für Kaernten-Netz

Feistritz im Rosental auf einen Blick

  • Das Gemeindegebiet liegt zwischen der Karawanken-Hauptkette und der Drau.
  • Am Feistritzbach entstanden zu Beginn des 16. Jahrhunderts Eisenverarbeitungsstätten.
  • Wasserkraft und Erzvorkommen im Bärental unterstützten die frühe Eisenindustrie.
  • Rosenmuseum und Schmiedemuseum befinden sich in Suetschach 89; das Krampusmuseum liegt in Suetschach 28.

Zwischen Hochstuhl und Drau

Im Süden erhebt sich der Hochstuhl in der Karawanken-Hauptkette; nördlich prägt die aufgestaute Drau den Talraum. Der Feistritzbach tritt aus den Vorbergen in das Rosental. Diese Lage verbindet Gebirgsbäche, Talboden und Flusslandschaft und erklärt, warum Wasser eine wichtige Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung spielte.

Der Radweg entlang der Drau gibt dem Flussraum eine durchgehende Route: Der Drauradweg in Kärnten erschließt die Uferlandschaft. Das Rosental liegt im südlichen Kärntner Raum zwischen Karawanken und Drau und ist Teil der Region Südkärnten und Rosental.

Eisenverarbeitung am Feistritzbach

Bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts entstanden am Feistritzbach die ersten Eisenverarbeitungsstätten. Die Wasserkraft des Bachs und Erz aus dem Bärental waren wichtige Voraussetzungen. Im 17. Jahrhundert zählten Adam Gößnitzer und sein Sohn Mathias zu den bedeutenden Betreibern der Eisenhämmer. Das Schloss in Feistritz ist auch unter dem Namen Gößnitzerhof bekannt und erinnert an diese Familie.

Die Eisenproduktion spezialisierte sich auf Draht. 1840 gründete Ferdinand Graf Egger eines der modernsten Drahtwalzwerke Mitteleuropas. Das Werk wurde 1906 verkauft und 1933 stillgelegt. Am selben Standort produzierte von 1940 bis 1998 die Akkumulatorenfabrik Leopold Jungfer Akkumulatoren, die als „Bären-Batterie“ bekannt waren. Das Schloss in Feistritz, der Gößnitzerhof, ist vom Schloss Ebenau bei Weizelsdorf zu unterscheiden; dort befindet sich die Galerie Judith Walker.

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Rosentradition und Museen in Suetschach

Feistritz im Rosental führt die Bezeichnung Rosengemeinde. Die Rosenserviette ist Teil dieser Tradition; jedes Jahr wird eine neue Edition präsentiert. Das Rosenmuseum verbindet die Rosentradition mit der örtlichen Kulturgeschichte.

Mehrere Sammlungen liegen im Ortsteil Suetschach: Rosenmuseum und Schmiedemuseum befinden sich in Hausnummer 89, das Krampusmuseum in Hausnummer 28. Die Galerie Gorše liegt in Suetschach 42. Weiter östlich, in Weizelsdorf 1, beherbergt Schloss Ebenau die Galerie Judith Walker. Dort finden neben Ausstellungen auch Konzerte, Vorträge, Auftritte von Schülern der Slowenischen Musikschule und die Eröffnung der Suetschacher Malerwoche statt.

Fragen zu Feistritz im Rosental

Was zeigt das Gemeindewappen?

Auf grünem Grund steht ein silberner Bär auf einem silbernen Amboss; der Bär trägt eine silberne Lanze. Die Wappen- und Fahnenurkunde stammt vom 16. Juli 1990.

Welche Drahtwaren wurden 1852 hergestellt?

Für dieses Jahr sind Weberkammdrähte und gekupferte Möbelfedern überliefert. Beide Produkte belegen die damalige Spezialisierung auf Drahtverarbeitung.

Wie hoch ist der Hochstuhl?

Der Hochstuhl erreicht 2.237 Meter und ist die höchste Erhebung der südlichsten Gebirgskette Österreichs.