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Sankt Georgen am Längsee

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Sankt Georgen am Längsee liegt in Mittelkärnten zwischen dem Längsee und den sanften Hügeln des Umlands. Zur Umgebung gehören prägende Kulturdenkmäler: das Stift St. Georgen, die Burg Hochosterwitz und die Burg Taggenbrunn. See, Kloster und Wehrbauten erzählen von unterschiedlichen Epochen auf engem Raum.

Sankt Georgen am Längsee Sankt Georgen am Längsee Foto: Sabine Wiedamann

Sankt Georgen am Längsee auf einen Blick

  • Der Längsee liegt im Gemeindegebiet auf etwa 550 Metern Seehöhe.
  • Der See entstand in der Eiszeit und besitzt einen weitgehend naturnahen, von Schilf gesäumten Uferbereich.
  • Das Stift St. Georgen wurde im 11. Jahrhundert als Frauenkloster gegründet.
  • Die Stiftskirche stammt aus dem 14. Jahrhundert und vereint gotischen Kirchenraum mit barockem Hochaltar.
  • Die Burg Hochosterwitz hat 14 erhaltene Burgtore.

Stift St. Georgen: ein Kloster mit tausendjähriger Geschichte

Das Stift St. Georgen am Längsee blickt auf mehr als tausend Jahre Geschichte zurück. Es entstand im 11. Jahrhundert als Frauenkloster und war lange ein geistliches Zentrum der Gegend. Von den frühen Klosterbauten sind Reste romanischer Mauern erhalten; ein Ornamentstein aus dem 11. oder 12. Jahrhundert ist im Hof eingemauert. Das Stift liegt auf einem Hügel oberhalb des Sees, sodass die Anlage zugleich zum markanten Bauwerk und zu einem Bezugspunkt in der Landschaft wird.

Gotik, Barock und frühe Kunstwerke in der Stiftskirche

Die Stiftskirche entstand im 14. Jahrhundert. Ihr Kirchenraum ist gotisch, der Hochaltar barock. Eine frühbarocke Orgel wurde 1630 errichtet; im Glockenturm hängen drei Glocken, darunter eine 1583 gegossene. In der Hauskapelle steht eine spätgotische Madonna aus der Zeit um 1500.

Die kirchliche Geschichte Mittelkärntens reicht auch nach Maria Saal, wo Bischof Modestus um 767 eine Marienkirche weihte. Der Stiftsort und der Domort stehen damit für verschiedene Abschnitte der Christianisierung und kirchlichen Entwicklung im Land.

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Längsee und Landschaft der Eiszeit

Der Längsee ist ein eiszeitlicher See in einer hügeligen Landschaft. Ein Schilfgürtel begleitet große Teile des naturnahen Ufers; Zugvögel nutzen den See als Rast- und Brutgebiet. Unter Wasser wurden Hinweise auf eine prähistorische Pfahlbausiedlung gefunden.

Die Blicke vom Stift verbinden die Wasserfläche mit Wäldern, Wiesen und den Hängen des Mittelkärntner Hügellands. Das Gebiet gehört zur weiteren Landschaft von Mittelkärnten, Gurktal und Zollfeld; der Längsee bildet darin einen eigenen Natur- und Kulturraum. Die Seenlandschaft eröffnet einen anderen Blick auf die Region als die Städte und historischen Zentren, etwa Sankt Veit an der Glan, das bis 1518 Kärntens Landeshauptstadt war.

Hochosterwitz und Taggenbrunn: Burgen im Umland

Die Burg Hochosterwitz ragt mit ihren 14 erhaltenen Toren über die Talebene. Die gestaffelten Tore prägen den Zugang zur Burganlage und veranschaulichen ihre wehrhafte Anlage. Zur mittelalterlichen Burgenlandschaft gehört auch Taggenbrunn: Die Burg wurde im ersten Drittel des 12. Jahrhunderts im Auftrag des Salzburger Erzbischofs errichtet und diente später als Verwaltungssitz. Beide Anlagen ergänzen das Stift um eine weltliche Perspektive auf die Geschichte Mittelkärntens.

Häufige Fragen zu Sankt Georgen am Längsee

Wen zeigt die Gründertafel im Stift?

Die Tafel aus der Zeit um 1250 zeigt das Stifterpaar Otwin und Wichburg sowie ihre Tochter Hiltiburg. Eine Inschrift bezeichnet Hiltiburg als erste Äbtissin des Klosters.

Wie groß ist der Längsee?

Der See ist etwa 1,3 Kilometer lang und 820 Meter breit; an seiner tiefsten Stelle misst er 21,4 Meter.