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Seeboden am Millstätter See

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Seeboden am Millstätter See liegt am Westufer des Sees in Oberkärnten. Der heutige Hauptort entwickelte sich aus mehreren Dörfern am Ufer, während das Hinterland lange von der Landwirtschaft geprägt war. Sommerfrische und See-Tourismus veränderten diese Siedlungsstruktur ab dem späten 19. Jahrhundert.

Seeboden Badespass in Seeboden am Millstätter See Foto: R. Rinnau für Kaernten-Netz

Seeboden zwischen Seeufer und Hinterland

  • Die Marktgemeinde umfasst 22 Ortschaften und eine Fläche von 44,40 Quadratkilometern.
  • Der Hauptort Seeboden liegt auf 618 Metern Seehöhe am Westufer des Millstätter Sees.
  • Zum heutigen Gemeindegebiet gehören auch Lieserhofen und Treffling.
  • Burg Sommeregg überragt den Ort; ihre Geschichte reicht ins 12. Jahrhundert zurück.
  • Die frühesten Werkzeugfunde aus dem Gemeindegebiet stammen aus der Jungsteinzeit.

Wie sich der Ort am Millstätter See entwickelte

Bis ins späte 19. Jahrhundert war das Seeufer gegenüber dem landwirtschaftlich genutzten Hinterland wenig geschätzt. Mit der Sommerfrische wandelte sich das Westufer: Aus den Orten Gritschach, Kraut, Reich und Wierlsdorf wuchs der heutige Hauptort. Damit bekam die Lage direkt am Wasser eine neue Bedeutung.

Die politische Gemeinde entstand zunächst in mehreren Teilen. 1850 wurden Seeboden, Treffling und Lieserhofen als getrennte Gemeinden gebildet. Seeboden und Treffling schlossen sich 1870 zusammen. 1898 kamen die Orte Sankt Wolfgang und Seebrücke hinzu; 1973 wurde auch Lieserhofen eingemeindet. Der heutige Gemeindename mit dem Zusatz „am Millstätter See“ gilt seit 2011. Diese Entwicklung erklärt, weshalb die Marktgemeinde neben dem Uferort auch eigenständige Dörfer und landwirtschaftlich geprägte Bereiche umfasst.

Ufer, Wege und die Landschaft rund um den See

Am Westufer treffen Promenaden, Parkanlagen und Badebereiche auf die Hanglagen über dem Wasser. Die größeren Parkflächen in Seeboden reichen bis ans Ufer. Baden und Wassersport gehören zu den typischen Nutzungen am Wasser; in den darüberliegenden Höhen erschließen Wanderwege die Übergänge zwischen See und Bergland.

Die Region Millstätter See und Nockberge verbindet beide Landschaftsräume über das Ufer hinaus. Zu den weiteren Orten am See zählen Millstatt und Döbriach. Im benachbarten Drautal liegt Spittal an der Drau.

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Burg Sommeregg über Seeboden

Hoch über dem Ort erhebt sich Burg Sommeregg. Die Anlage geht auf das 12. Jahrhundert zurück und zählt zu den markanten historischen Bauwerken der Umgebung. Ihre Höhenlage über dem See macht den Wechsel zwischen Ufer, Siedlungsgebiet und bewaldetem Hang besonders anschaulich. In den historischen Räumen befindet sich heute ein Foltermuseum.

Auch die Fischerei gehört zur Geschichte des Ortes. Am Ufer in der Seebodener Bucht erzählt ein Museum von der Fischerei am Millstätter See. Zusammen mit der Landschaft am Wasser und der Burg auf dem Hang zeigt es zwei unterschiedliche Seiten derselben Gemeinde: das Leben am Seeufer und die historischen Verbindungen in das höher gelegene Hinterland.

Häufige Fragen zu Seeboden am Millstätter See

Wie weit reicht die frühe Siedlungsgeschichte zurück?

Werkzeugfunde aus dem Trefflinger Moos und aus Gritschach werden auf etwa 3000 bis 2000 vor Christus datiert. Sie belegen frühe Besiedlungsspuren im heutigen Gemeindegebiet.

Was zeigt das Gemeindewappen?

Auf blauem Feld ist eine goldene Meerjungfrau dargestellt. Sie hält einen roten Schild mit einer silbernen Spitze, die von zwei silbernen Flügeln begleitet wird.