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Heinrich-Harrer-Museum in Hüttenberg

Das Heinrich-Harrer-Museum in Hüttenberg widmet sich dem Lebensweg des in Knappenberg geborenen Alpinisten und Forschungsreisenden. Tibet bildet einen wichtigen Abschnitt dieser Biografie.

Hüttenberg Ruine des Eisenwerks in Lölling, Hüttenberg; neutrales Hüttenberg-Symbolbild, kein Heinrich-Harrer-Museum-Motiv Foto: gemeinfrei

Fakten zum Heinrich-Harrer-Museum

  • Heinrich Harrer wurde am 6. Juli 1912 in Knappenberg geboren.
  • Die Ausstellungsfläche umfasst etwa 1.000 Quadratmeter und enthält über 5.000 Exponate insgesamt.
  • Die Exponate und Bilder behandeln Harrers Leben sowie seine Reisen und Expeditionen.
  • Zum Tibetbereich gehört ein buddhistischer Gebetsraum, 1992 vom 14. Dalai Lama geweiht.
  • Der Lingkor gegenüber dem Museum ist ein tibetischer Pilgerweg; er wurde 2002 geweiht.

Alpinismus, Studium und Expeditionen

Harrer studierte Geographie und Sport an der Universität Graz und schloss 1938 sein Lehramtsstudium ab. Seine Expeditionen führten ihn unter anderem nach Afrika, Borneo, Surinam, zu den Andamanen und an den Rio Xingu. 1939 nahm er an der Nanga-Parbat-Expedition teil und wurde nach Kriegsausbruch in Indien interniert. 1944 floh er nach Tibet und erhielt in Lhasa einen Regierungsposten.

Zu Harrers Lebenslauf gehören auch seine politischen Mitgliedschaften: 1933 war er Mitglied der SA; 1938 trat er NSDAP und SS bei. Während seines Aufenthalts in Tibet wurde Harrer Tutor und Berater des Dalai Lama. Harrer schilderte die Tibetjahre in „Sieben Jahre in Tibet“ und kehrte 1952 nach Österreich zurück. Das Buch wurde in 48 Sprachen übersetzt und erreichte eine Auflage von drei Millionen Exemplaren. Seine weiteren Bücher umfassten „Meine Tibet-Bilder“ (1953), „Die weiße Spinne“ (1958) über die Eiger-Nordwand und „Meine Forschungsreisen“ (1986). Für seine Arbeit erhielt Harrer unter anderem den Professorentitel und die Goldene Medaille der Humboldt-Gesellschaft für Wissenschaft, Kunst und Bildung. Er starb am 7. Januar 2006 in Friesach.

Sport prägte Harrers frühe Laufbahn: 1936 gehörte Harrer als Skisportler zur österreichischen Olympiamannschaft; 1937 wurde er akademischer Weltmeister im Abfahrtslauf. 1938 gelang ihm mit Anderl Heckmair, Fritz Kasparek und Ludwig Vörg die Erstdurchsteigung der Eiger-Nordwand. Expeditionen führten ihn 1953 in die Anden, 1954 nach Alaska und 1962/63 nach Neuguinea.

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Tibetabteilung und Lingkor

Der buddhistische Gebetsraum gehört zur Tibetabteilung. Gegenüber dem Museum verläuft der Lingkor an einer Felswand. Entlang des Rundwegs befinden sich Symbole und Objekte des tibetischen Buddhismus.

Hüttenberg wurde 1266 erstmals urkundlich als „Huttenberkch“ erwähnt; der Ort ist eng mit seiner Bergbaugeschichte verbunden. Schmelzgruben und Windöfen in Lölling und Obersemlach belegen Eisenverarbeitung seit der Römerzeit. Beide Ortsteile gehören zur Marktgemeinde Hüttenberg. Das Freilichtmuseum Heft bewahrt die Eisenverarbeitung als Teil dieser Ortsgeschichte, während Harrers Sammlung Reisen und Expeditionen dokumentiert. Kärntens Museen verankern ihre Sammlungen in verschiedenen Regionen, von archäologischen Funden bis zur Industriegeschichte. In Friesach zeigt der Burgbau historische Bauweisen anhand konkreter Arbeitsschritte.

Häufige Fragen zum Heinrich-Harrer-Museum

Welche Adresse hat das Museum?

Das Heinrich-Harrer-Museum liegt in der Bahnhofstraße 12, 9375 Hüttenberg.

Wie viel Zeit ist für den Museumsbesuch angesetzt?

Die Gemeinde nennt eine durchschnittliche Verweildauer von rund zwei Stunden; eine Führung dauert etwa eine Stunde.