Burg Landskron
Die Burg Landskron erhebt sich auf einem bewaldeten Felskegel nordöstlich von Villach, im Landschaftsraum zwischen Villach, Faaker See und Ossiacher See. Von der Aussichtsterrasse reicht der Blick über das Villacher Becken und den See bis zu den Karawanken und den Julischen Alpen. Der Burgberg verbindet eine lange Herrschaftsgeschichte mit drei eigenständigen Zielen: der historischen Anlage, dem Affenberg und der Adlerarena.
Die Burg Landskron ist ein großartiges Ziel für den Familienausflug
Foto: Saskia Epler
Burg Landskron: fünf Fakten
- Der Name Landskron ist erstmals 1351 urkundlich belegt.
- Die Anlage wurde im 16. Jahrhundert zu einem Renaissance-Palast ausgebaut.
- Ein 150 Meter tiefer Brunnen entstand zwischen 1584 und 1594.
- Die Burg liegt auf einem bewaldeten Felskegel oberhalb des Villacher Beckens.
- Affenberg und Adlerarena sind eigenständige Besucherangebote auf dem Burgberg.
Vom mittelalterlichen Besitz zum Renaissancepalast
Die Geschichte des Ortes reicht weiter zurück als die erhaltene Burganlage. Archäologische Funde weisen auf eine Besiedlung im 9. Jahrhundert vor Christus hin. Diese Siedlung lag mehr als zwei Jahrtausende vor der Renaissanceburg. Eine Urkunde aus dem Jahr 878 überträgt den Besitz an das Kloster Altötting; 1028 erscheint Graf Ozzi als Eigentümer. Im 14. Jahrhundert wechselte die Burg mehrfach den Besitzer; 1330 ging sie an die Ortenburger. Der Name Landskron wurde 1351 erstmals in einer Urkunde verwendet.
1511 kam die Anlage an den St.-Georgs-Ritterorden. Nach einem Brand im Jahr 1542 erwarb Christoph Khevenhüller die Ruine; sein Sohn Bartholomäus baute sie zur Renaissance-Residenz aus. Der tiefe Brunnen versorgte die Burg; um 1600 ergänzten ein doppelter Mauerring und sieben Türme die Befestigung. Der Wandel vom mittelalterlichen Herrschaftssitz zum repräsentativen Wohnpalast ist eine prägende Phase in der Geschichte der Kärntner Burgen und Kirchen.
1628 wurde der Besitz im Zuge der Gegenreformation eingezogen und gelangte später an die Familie Dietrichstein. Ein Blitzschlag löste 1812 einen Brand aus, danach verfiel die Anlage. Seit 1953 wird die Burg gastronomisch genutzt. Heute führt eine Straße bis zu den Parkplätzen bei der Burg; ein Waldweg bildet einen weiteren Zugang zur Anlage. Die Aussichtsterrasse öffnet den Blick auf den südlichen Alpenraum und den See- und Talboden rund um Villach.
Drei verschiedene Ziele am Burgberg
Die Burganlage, der Affenberg und die Adlerarena haben eigene Betreiber und Abläufe. Am Affenberg erleben Gäste Japanmakaken in einem bewaldeten Freigehege; der Zugang erfolgt im Rahmen geführter Touren. Die Führung dauert etwa 45 Minuten. Der Affenberg Landskron ergänzt damit den historischen Rundgang um ein eigenes naturkundliches Angebot.
Die Adlerarena veranstaltet Flugvorführungen mit Greifvögeln. Die Saison 2026 läuft vom 5. April bis 31. Oktober. Auf dem Gelände der Adlerarena gibt es barrieregerechte Einrichtungen.
Häufige Fragen zur Burg Landskron
Dürfen Kinderwagen auf die Affenberg-Führung mit?
Im Affenfreigehege sind Kinderwagen nicht zugelassen. Babytragen können kostenfrei ausgeliehen werden, solange Exemplare verfügbar sind.
Wie lange dauert die Flugvorführung der Adlerarena?
Eine Flugvorführung dauert etwa 60 Minuten. Die Arena ist ein separates Angebot neben dem Aufenthalt in der Burg.
Saskia Epler